IGS Achim

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Der Weg zur IGStage (2005 – 2010)

Von Bremerhaven nach Achim. Ein Bericht von P. Schäfer-Schneidereit.

2005

Schon vorher haben mich immer wieder Klassen im Musikunterricht angesprochen, ob wir nicht mal ein Musical mach könnten. Im Anbetracht der vielen Arbeit, habe ich das immer abgelehnt.

Dann sprach mich (wieder einmal) eine 6. Klasse an und ich machte den „Fehler“ ja zu sagen. Die Klasse entwickelte eine Idee für ein Piratenmusical und ich setzte mich in den Osterferien hin und schrieb das Musical „Pirat Shorty“.Dabei griff ich erst einmal auf mehr oder weniger bekannte Popsongs zurück, die mir als Instrumentalversionen im MIDI Format vorlagen und schrieb neue Texte dazu. Wir probten das Stück „Pirat Shorty“ bis Juni und führten es auf. Dabei stand uns nur wenig Technik zur Verfügung. Eine vorsintflutliche Beleuchtung und 4 Headsets. Ein alter Laptop und ein altmodisches analoges Tonmischpult.
Immerhin schafften wir es ein Bühnenbild per Projektion zu verwirklichen, bei der uns die Kollegin Frau Rollwaage als Kunstlehrerin unterstützte.

2006/07
Das erste Stück war so erfolgreich, dass mich die Lehrerinnen Frau Cappelmann und Frau Lüder fragten, ob ich nicht ein Stück mit ihren beiden Klassen machen könnten.

Aus den Erfahrungen der ersten Produktion entwickelte sich ein Konzept, in dem wir aus den zwei Klassen mit einem Casting die Darsteller und die Bühnenbildbauer/Techniker auswählten. Geprobt wurde über das ganze Schuljahr.
Es entstand „Haus Sonnenschein“, eine unbewusste Adaption der Geschichte Oliver Twist von Charles Dickens.
Da mittlerweile die Musikrechtefrage sehr aktuell im Raum stand, entschied ich mich mich selbst an die Musik zu wagen. Aus heutiger Sicht würde ich sagen, es war ein „netter“ Versuch. Bis dahin war ich noch nicht wirklich mit dem Genre in Berührung gekommen und griff bei der Erstellung auf bestehende Musikschnipsel zurück.

Mit Unterstützung des Werklehrers Herrn Kniehase entstand ein für unsere damaligen Verhältnisse aufwändiges Bühnenbild.

2009/10
Nach einer kurzen Pause begannen wir mit einer Wiederaufnahme von Pirat Shorty. Hier startete auch die langjährige Zusammenarbeit mit dem Schulsozialarbeiter Volker Gräper, der mich bei dieser Produktion in technischer

Hinsicht und später auch mit der Musikproduktion unterstützte. Hier wurde auch die Idee der Probenwochenenden geboren. Von Freitag bis Sonntag in der Schule und intensiv proben, stellte sich als gute Möglichkeit heraus, in der das Ensemble enger zusammenwuchs.
Das erste Mal wurde aus den vormaligen Klassenprojekten ein jahrgangsübergreifendes Projekt in Form einer AG. Der Kunstlehrer Arno Magath sorgte für das Bühnenbild und wir hatten eine Kooperation mit dem Stadttheater Bremerhaven, die uns Teile der Bühnenausstattung und Kostüme zur Verfügung stellten.
Der spektakuläre Fechtkampf zwischen Shorty und dem Piratenjäger Major Tom fand mit echten, aber stumpfen Waffen statt. Hier entwickelte sich meine Art Gefechte zu inszenieren.
Anekdote: Apropos echte Waffen. Wir mussten Mikrofonkabel verlängern. Eine Verbindung lag an der Seitenwand. Weit weg von der Aktionsfläche. In den Proben haben wir den Fechtkampf hunderte von Malen geübt. Major Tom sollte Pirat Shorty an einer Stelle die Waffe aus der Hand schlagen. Premiere. Alles klappt wunderbar. Die Waffe schlittert über den Boden, genau wie geplant. Was nicht geplant war: die Klinge trifft genau die Verbindung der beiden Kabel und trennt diese. Es hat etwas gedauert, bis wir den Fehler gefunden hatten. Seit dem haben wir alle Steckverbindungen immer mit Tape gesichert.